Kleine Wohnung einrichten? Hier sind 10 Tricks

Eine kleine Wohnung ist Segen und Fluch zugleich: Einerseits brauchst du minimalen Aufwand, um sie einzurichten und zu einem Zuhause zu machen. Dass sie nicht gleich dem Heim einer hortenden Oma ähnelt, ist wiederum die Schwierigkeit. Hier sind Tipps und Tricks, wie du genau das vermeidest und das Maximum aus kleinen Räume holst.

Einrichten wie bei Tetris? Willkommen in der Schuhkarton-Wohnung

Wer beim Einrichten seiner Wohnung nach dem Tetris-Prinzip denkt, weiß Bescheid: Je weniger Quadratmeter du bewohnst, desto höher ist die Herausforderung, dich nicht wie in ein vernachlässigtes Kellerabteil gebeamt zu fühlen. Kleine Räume einrichten – der Gedanke kann schnell einengen.

Und doch verteidige ich sie. Schätze sie. Studiere sie. Da sich mein Leben seit dem Auszug von daheim ausschließlich auf weniger als 35 Quadratmeter belief, bin ich zur Schuhbox-Wohnungs-Expertin mutiert. Und ich kann dir sagen: Kleine Wohnungen sind die Büchse der Pandora von Möglichkeiten.

Ein paar Grundregeln, die hilfreich beim Einrichten von kleinen Räumen sind:

  1. Akzeptiere die Wände um dich herum: Kleine Wohnungen können eine Goldgrube für Komfort und Heimeligkeit sein – du musst dich nur mit dem Gedanken anfreunden.
  2. Weniger ist mehr: Minimalismus ist eine Fertigkeit! Zu was kleine Wohnungen dich zwingen, ist regelmäßiges Ausmisten von Klamotten, Deko und Co. Logisch: Je weniger Ecken du zustopfen kannst, desto unwahrscheinlicher tust du das auch. Eine gute Gelegenheit, dich von Ramsch zu trennen.
  3. Auf die Proportionen achten: Bevor du Möbel und dergleichen kaufst, miss alles ab. Eine zu große Couch nimmt den ganzen Raum ein – eine zu kleine wirkt schnell wie die Deko für ein Puppenhaus.
  4. Selbstdisziplin beim Thema Ordnung: Große Räumen verschlucken vielleicht die ein oder andere Socke auf dem Boden – in kleinen Wohnungen können falsch gerollte Handtücher schon Schmerz für die Auge sein.

Tipps und Tricks für ideal genutzten Raum?

Alles klar. Die Grundprinizpien haben wir abgehakt. Kommen wir nun zum praktischen Teil. Mit welchen Ideen kannst du kleine Räume bestmöglich ausnutzen? Es ist verblüffend, wie viele Angebote es in diesem Bereich gibt.

Hier sind 10 Produkte und Ideen, die mein Freund und ich für unsere kleine Wohnung besorgt, getestet und für genial befunden haben. Ich habe jeweils Links beigefügt, über die du dir die Produkte selbst holen kannst!

10 clevere Produkte für kleine Wohnungen

 

1. Schweberegale

.Wie die Beschreibung es bereits implementiert, sind diese Art von Wandregalen wie Flügel für kleine Räume. Sie werden eins mit den Wänden und bieten trotzdem genügend Ablagefläche für Bücher, Gläser und Co.

–> Hier findest du günstige Schweberegale online

2. Aufbewahrungskartons für jedes Eck 

Wenn kein Platz da ist, wird plötzlich jede Nische interessant. Unter dem Bett oder zwischen Möbeln beispielsweise kann sich ein ganzes Stauraum-Schlaraffenland auftun. Wir lagern einen Großteil unserer Sachen in flachen Aufbewahrungskartons, die wir unter die Möbel schieben können.

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3. Spiegel: naheliegend aber essenziell

Spieglein, Spieglein an der Wand, ist des kleinen Raums Sympathisant. Bediene dich der optischen Täuschung und zaubere extra Tiefe in deine Mini-Wohnung mit Spiegeln. Alle Ausführungen funktionieren gut Ich persönlich bevorzuge Wandspiegel, da die zusätzlich Platz sparen. Im Schlafzimmer macht unser Spiegel die Hälfte der Wand aus. Es wirkt Wunder!

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4. Möbel mit Stauraum

Der Clue beim Einrichten kleiner Wohnungen: Baue auf Multitasking! Ein Couchtisch, der gleichzeitig als Stauraum für Decken dient? Ein Spiegel, der genauso ein Schrank ist? Ein Sofa, in dem du praktischerweise Bettzeug für Gäste lagern kannst? Die Schuhbox-Wohnung dankt es dir.

5. Sofa mit Schlaffunktion

Ein Gästezimmer in der Miniwohnung? Klingt so realistisch wie mit High Heels durch ein Odelfeld zu stampfen. Aber weißt du, wie es funktionieren kann? Mit einer Couch, die sich zu einem Bett umfunktionieren lässt.

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6. „Versteckte“ Möbel

Was nicht sichtbar ist, stört nicht. Daher sind Möbel, die sich schnell aus dem Weg räumen lassen, der perfekte Schlüssel für eine kleine Wohnung. Beispiele: Ausklappbare Schreib- und Esstische oder an der Wand befestigte Schuhschränke, am besten farblich abgestimmt zur Wohnung.

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7. Innentürhänger

Jede noch so winzige Wohnung besitzt Türen. Nutze diese Chance! Ob Putzmittel unter der Spüle, Hygieneartikel im Bad oder Schmuck im Schlafzimmer, Innentürhänger sind eine ideale Zwecklösung!

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8. Beleuchtung

Es werde Licht: Beleuchtung ist der Schlüssel bei der Einrichtung und oft ein unterschätzter Aspekt. Setze Lichtquellen gekonnt ein – und werde erleuchtet. Im Wohnzimmer zum Beispiel solltest du auf indirektes Licht setzen: Das verleiht einen romantischen Flair und lässt den Raum größer wirken.

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9. Hoch hinaus

Wenn es nicht in die Breite geht, dann muss eben gestapelt werden. Schränke, die bis zur Decke ragen – oder einfach den Trockner auf die Waschmaschine drauf.

10. Küchenorganizer

In der Küche geht es schnell chaotisch zu. Und was wissen wir dank der Grundregeln? Ordnung ist essenziell, damit eine kleine Wohnung nicht überladen wirkt. Küchhenorganizer sind ein Helfer, um das zu bewerkstelligen. Zum Beispiel mithilfe von Tellerträgern, die du kannst einfach ins Regal stellen kannst. Auf diese Weise vermischst du nicht mehr einzelne Teller und vervielfachst gleichzeitig den Stauraum im Geschirrschrank.

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Diese Bücher versüßen dir die kalte Jahreszeit

Es ist wieder soweit. Die Blätter nehmen die Farben der Sonne an. Das Laub raschelt. Und es wird arschkalt. Hier sind 8 Bücher, mit denen du dich zuhause vor dem Kamin – oder der Heizung – einkuscheln und in eine andere Welt eintauchen kannst. 

Mit steigenden Temperaturen draußen wächst die Lesemotivation exponentiell. Nicht nur beschränken sich unsere Aktivitäten auf eine beschauliche Auswahl. Wir werden nostalgisch, verträumt und schalten auf Wintermodus um.

Bücher für die kalte Jahreszeit 

An warmen Tagen verschlägt es uns nach draußen, wir leben proaktiv und motiviert – meistens zumindest. Soziale Kontakte wässern wir wie Pflanzen im Frühling und können glücklich sein, dass wir bei all den Aktivitäten nicht die Übersicht im Terminkalender verlieren.

Dann nähert sich die kalte Jahreszeit. Die meisten verdrehen die Augen beim Gedanken daran, dass die Sonne uns ab jetzt wieder ziemlich schnell ghostet und wir unsere Daunenjacken aus dem Keller kramen müssen.

Aber die Kälte da draußen birgt eine wunderbare Seite: Wir können wieder unsere antisoziale Ader ausleben.

Nicht ständig erreichbar sein, nicht ständig unterwegs. Sondern sonntags faul und nutzlos auf der Couch verbringen. Wenn wir verrückt sind, sogar in unseren Pjs.

Einziges To-Do am Sonntag? Bis Kapitel 24 kommen!

Was passt bei diesem Setting besser als ein Buch, das wir nicht beiseitelegen können? Das uns verschlingt und nicht mehr loslässt? Und es egal ist, da wir eh nicht intendieren, uns von der Stelle zu bewegen.

Die Alternative wäre ein Film. Wobei ein Großteil von ihnen wiederum auf Büchern basieren. Hier ist eine Liste von Büchern, die dir die kalte Jahreszeit versüßen.

1. „MORD IM ORIENTEXPRESS“ von Agatha Christie

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Eigentlich empfehle ich für diese Jahreszeit alles von Agatha Christie, aber „Mord im Orientexpress“ ist mein Favorit von ihr. Ein Toter in einem Zug, der im Winter durch London fährt? Ab auf die Piste!

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2. „DAS SCHNEEMÄDCHEN“ von Eowyn Ivey

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Es ist Alaska, 1920. Die Nacht des ersten Schneefalls, die ein Paar zu einer Albernheit inspiriert: Sie bauen ein Kind aus Schnee, nur zum Spaß. Am Morgen ist das Schneekind verschwunden. Aber das Paar findet auf eine Art und Weise, die unheimlich ein beliebtes Märchen widerspiegelt, ein junges Mädchen vor ihrer Tür, die wie aus Magie erschienen zu sein schien. Dieses Buch hat mich wie ein Schneesturm eingeholt und nicht losgelassen. Mysteriös, magisch und bittersüß.

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3. „WAS DER FLUSS ERZÄHLT“ von Diane Sutterfield

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„Was der Fluss erzählt“ spielt sich in einer stürmischen Winternacht im England des späten 19. Jahrhunderts ab. In einer alten Gaststube sitzen die Einwoher von Radcot zusammen und erzählen sich Geschichten, als ein schwer verletzter Mann mit einem leblosen Mädchen in den Armen hereinpoltert. Das Kind wird von einer Krankenschwester für tot erklärt. Doch als diese einige Stunden später die Todesursache feststellen möchte, bemerkt sie, dass das Mädchen atmet und sich bewegt. Woher ist das Mädchen? Was trägt sich hier vor? Haben wir es mit Magie zu tun? Eine Erzählung, die einen mitnimmt wie auf einen Fluss an stürmischen Tagen.

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4. „DIE TINKTUR DES TODES“ von Ambrose Parry

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Will Raven ist Medizinstudent und absolviert eine Ausbildung bei dem brillanten und renommierten Dr. Simpson. Sarah Fisher ist Simpsons Hausmädchen und hat die Intelligenz von Raven, aber keines seiner Privilegien. Als in der Altstadt Leichen auftauchen, werden Raven und Sarah kopfüber in die dunkelsten Schatten der Unterwelt Edinburghs getrieben. Und wenn einer von ihnen es lebend herausschaffen soll, müssen sie zusammenarbeiten, um herauszufinden, wer für die grausamen Todesfälle verantwortlich ist.

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5. „KRABAT“ von Ottfried preußler

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Krabat ist ein 14-jähriger Waisenjunge, der sich als Lehrling in einer abgelegenen Mühle der dunklen Magie verschreibt. Anfangs ist er fasziniert vom geheimnisvollen und mächtigen Meister, der Gesellschaft der elf Müllersburschen und von der Zauberei. Doch nach und nach erkennt Krabat, wie hoch der Preis dieser Macht ist und dass nur die Kraft der Liebe ihn retten kann. Das Buch wurde insgesamt in 37 Sprachen übersetzt und ist eines meiner Lieblingsbücher, seit ich ein Teenager bin.

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6. „DIE CHRONIKEN VON NARNIA: DAS WUNDER VON NARNIA“ von C. S. Lewis

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Den Film „Narnia“ kennen die meisten, das Buch verzückt noch einmal auf eine andere Art – wir können uns die magischen Details im Kopf bunter ausmalen. Die Reihe beginnt mit vier Geschwistern, die während des Krieges zur sicheren Verwahrung auf das Land geschickt werden. In einem Versteckspiel entdeckt der Jüngste eine phantastische Welt, die im hinteren Teil eines alten Schranks versteckt ist. Dort hat die Weiße Königin einen Fluch über das Land Narnia ausgesprochen, der dafür sorgt, dass es immer Winter und nie Weihnachten ist. Die Kinder begeben sich auf ein Abenteuer voller Magie und Gefahren, wobei sie sich auf dem ganzen Weg mit – und gegen – außergewöhnliche Figuren verbünden.

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7. „DER HOBBIT“ von J. R. r. Tolkien

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Ohne große Ansprüche lebt Bilbo Beutlin im Auenland, bis er von dem Zauberer Gandalf und einer Horde Zwerge aus seiner Beschaulichkeit und seinem gemütlichen Alltag gerissen wird. Auf einmal findet er sich mitten in einem Abenteuer wieder, das ihn zu dem riesigen und gefährlichen Drachen Smaug führt, der einen kostbaren Schatz in seinen Besitz gebracht hat und eifersüchtig hütet

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8. „DER NACHTZIRKUS“ von Erin morgenstern

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Die zwei Protagonisten verlieben sich unsterblich in einander. Was sie nicht wissen: Sie sind seit ihrer Geburt als Gegner bestimmt. Ihre Väter, beide Magier mit Prestige, stecken seit je her in einem unerbittlichen Wettkampf – und haben ihre Kinder auf den Kampf vorbereitet, der über Leben oder Tod entscheidet. Der Nachtzirkus, eine magische, verwunschene Welt in Schwarz und Weiß, ist der Schauplatz des Geschehens.

Deswegen sagen Vorwürfe so viel über dich selbst aus

Vorwürfe: Die womöglich destruktivste Art, jemandem mitzuteilen, was einen stört. Vor Ghosting. Jemand handelt entgegen den Erwartungen – und das ist zum Kotzen. Aber wir sollten einmal die Sichtweise ändern. Dazu, was Anschuldigungen eigentlich mit uns selbst zu tun haben. 

Ein Experiment. Mach kurz die Augen zu und überlege. Fällt dir gerade eine Person ein, der du Vorwürfe machen willst? Jemand, der es richtig verkackt, dich enttäuscht oder geblendet hat?

Dann ist dieser Beitrag etwas für dich – weil du damit wahrscheinlich mehr über dich selbst lernen wirst als über den Grund deines Grolls.

Wir sind nicht gerne Schuld

Das Dumme an Vorwürfen ist Folgendes: Alle sind sich einig, dass man sie nicht hören will. Aber die wenigsten weigern sich, sie anderen an den Kopf zu werfen.

Es liegt in unserer Natur. Wir sind nicht gerne schuld an Dingen. Wir waren nicht gerne die Person, die im Kino laut gerülpst hat. Wir wollen nicht mit dem Finger auf uns zeigen, wenn der Streit mal wieder eskaliert ist.

So ist irgendwie auch der Vorwurf entstanden. Auf den anderen zu zeigen entlastet das eigene Gewissen enorm. Denn nun müssen wir uns nicht mehr selbst mit dem Problem auseinandersetzen.

Wir wälzen es auf unser Gegenüber ab. Wenn wir dann auch noch eine triftige Anschuldigung in der Hand haben, haben wir zwei Fliegen mit einer Klatsche erledigt.

Die Sache hat nur folgende Haken: 1. Vorwürfe helfen nicht dabei, Probleme zu lösen. Jeder hat es am eigenen Leib erfahren: Die Früchte, die wir davon ernten, sind latente Aggression und Resignation. 2. Sie lenken die Aufmerksamkeit auf das Gegenüber. Wo doch viel interessanter ist, woher diese Regung eigentlich bei dir entstanden ist!

Konstruktive Kritik oder negative Projektion?

Uns dürfen Dinge an anderen Menschen stören. Wir müssten alle blind und taub sein, damit das nicht so ist. Wir dürfen unsere Meinung sagen. Wir dürfen ausdrücken, wenn uns etwas anpisst. Wir dürfen unsere Wünsche äußern. Das nennt man konstruktive Kritik.

Konstruktive Kritik minus Geduld minus Reflektion ergibt dann leider besagten Umstand: Wir schuldigen jemanden an. Für etwas, das nicht unseren Erwartungen entspricht. Und dafür müssen wir ihn/sie maßregeln.

Du rufst nie zurück. Du nimmst mich nicht ernst. Du trägst nie den Müll herunter.

Ob das beim Partner ist, den Eltern, den besten Freunden. Wir haben ein Problem und wollen es ausdrücken. Das eigentliche Problem aber rückt dabei in den Hintergrund.

Unser Gegenüber ist höchstwahrscheinlich mental längst ausgestiegen. Was ja auch klar ist. Denn wir mögen es doch nicht, schuld an etwas zu sein. Wir machen sofort dicht.

Ich-Botschaften

Effizienter ist es deswegen, wenn wir von uns ausgehen. Was passiert in uns? Welche Regungen? Warum? Ich-Botschaften sind das neue „Make Love not War“.

„Ich bin frustriert, wenn ich jeden Tag alleine den Müll rausbringen muss“ klingt anders als „Du Sau, du bringst nie den Müll raus!“

Es ist eine psychologische Sache. Für dich und mit Sicherheit noch mehr für die Sau, die den Müll mal wieder nicht rausgetragen hat. Wenn du also kurz davor bist, jemandem einen Vorwurf zu machen, denk an diesen Teil. 

vorwürfe gehen tiefer

Damit klärt sich alles, oder? Ich- anstatt Du-Botschaften. Wärme und Humor anstatt Groll und arktische Blicke. Die Lösung aller Konflikte.

Die Sache mit den Vorwürfen geht leider noch tiefer.

Schwierig wird es nämlich, wenn wir uns über das Verhalten von Menschen aufregen und sie kritisieren – obwohl diese Vorwürfe in Wahrheit vor allem unser eigenes ungelöstes Problem darstellen. Oder unser eigenes unerwünschtes Verhalten betreffen.

Wo ist das häufchen?

Wir regen uns zum Beispiel auf, dass unser Gegenüber keine Selbstdisziplin hat und reagieren überaus emotional. Vielleicht aber haben wir genau mit unserer eigenen Selbstdisziplin ein Problem.

Oder wir sind extrem überdiszipliniert und wünschten uns, mal etwas freier und lockerer sein zu können – so wie unser Gegenüber. Und das lassen wir ihn/sie spüren.

Wir werfen jemandem vor, von ihr/ihm nicht ernst genommen zu werden. Aber vielleicht haben wir Schwierigkeiten damit, uns selbst 100% ernst zu nehmen.

Warum sonst reagieren wir so aufgebracht? Zweifelten wir nicht an unserem Stand, würde uns dieses Verhalten nicht einmal jucken. 

diese unangenehme Selbstauseinandersetzung

Wir kritisieren Eigenschaften, Muster und Benehmen von anderen, die in Wahrheit mit uns selbst zu tun haben.

Zeigen mit dem Finger von uns weg, damit wir der unangenehmen Selbstauseinandersetzung aus dem Weg gehen können. Das ist schlecht. Aber birgt auch eine richtig gute Chance.

Nehmen wir den Vorwurf weg vom anderen und lenken ihn auf uns, erkennen wir uns selbst. Und damit noch mehr Möglichkeiten, persönlich zu wachsen, stärker und mutiger zu werden.

Dich ärgert es tierisch, dass du nicht ernst genommen wirst? Dann tu etwas dafür, dich selbst zu ehren. Je größer das Defizit, desto anfälliger bist du, Vorwürfe persönlich zu nehmen und selbst auch Vorwürfe zu verteilen. 

Licht im Dunklen

Dieser Ansatz rückt vieles in ein neues Licht. Denn die einzige Einstellung, auf die wir aktiv Einfluss haben, ist unsere eigene.

Natürlich müssen wir nicht immer einer Meinung sein, Wie langweilig wäre das Leben, wenn jeder alles richtig machen würde.

Ich-Botschaften und eine ordentliche Prise Selbstreflektion können Anschuldigungen in etwas verwandeln, mit dem man arbeiten kann.

Das gilt nicht nur für die Person, die den Vorwurf hegt. Sondern auch für den Empfänger. Reflektion ist der Schlüssel. Wenn dir jemand mitteilt. dass er/sie frustriert über die Müllgeschichte ist, dann ist das eher weniger eine negative Projektion. In dem Fall sieh es ein – und bring ihn einfach runter.

10 Filme für die kalten Herbsttage

Du verdrehst die Augen beim Blick auf die Wetter-App. Aber relax: Die kalten Herbsttage bringen die besten Filme-Sessions mit sich!

Es ist soweit. Der Sommer neigt sich dem Ende zu und flattert mit einer lauen Brise in die goldenen (und arschkalten) Herbsttage über. Wir verabschieden uns vom Freizeitstress, vom Socializing-Kalender und dem täglichen Check-Up unserer Achseln, ob wir mal wieder zum Rasierer greifen müssen.

Filme für die kalten Herbsttage

Endlich versteht jetzt jeder, wenn wir keinen Bock haben, das Haus zu verlassen oder mit jemandem zu kommunizieren. Denn es ist einfach zu kalt, zu windig, zu ungemütlich, zu nass. Herrliche Voraussetzungen, um sich mit übergroßen Sweatpants und Kaffee um 17 Uhr auf die Couch zu be- und sich einer Runde Magie hinzugeben.

Sei es durch Träumen in Träumen, den Weiten des Weltraums, Fantasiewelten und -schulen oder Fabriken, in denen man alles Anfassbare essen kann. Lehn dich zurück und genieße es. Diese Filme garantieren den richtigen Flair an kalten Herbsttagen.

1. Inception

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Was passiert, wenn du die Fähigkeit besitzt, in die Träume und damit das Unterbewusstsein von Menschen einzudringen? Hast du „Inception“ nicht schon gesehen, nutze die kalten Tage aus. Hast du ihn schon gesehen, schau ihn dir wieder an. 148 Minuten lang Spannung in jeder Minute und ein Ende, das Gänsehaut am ganzen Körper hinterlässt.

2. Harry Potter 1 – 7

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Ein Regentag ohne „Harry Potter“ ist ein verschwendeter Regentag. Die Stimmung, die Musik, die Stunden, die man damit füllen kann. Hach. Wer die perfekten Filme für kalte Herbsttage sucht, ist hier im richtigen Waggon.

3. Interstellar

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„Interstellar“ ist auf dem ersten Blick ein Film über die Mission, die Menschheit vor der Auslöschung durch Klimawandel und Nahrungsmangel zu retten – eine Reise durchs Ungewisse in ein anderes Sonnensystem. Auf dem zweiten, dritten und vierten Blick merkst du, dass er von Liebe und Hoffnung handelt. Unvergessliche Szenen vorprogrammiert.

4. Avatar

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Mehr Heimkino geht nicht. Avatar ist der perfekte Film, um dich abends mit mehreren Ladungen Snacks vor den Bildschirm zu hocken und in eine andere Welt einzutauchen.

5. Django Unchained

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Quarantino lässt aus dem Wilden Westen grüßen. Jamie Foxx als der Sklave Django lebt 1858 im tiefen Süden der Vereinigten Staaten und wird von seiner Frau Broomhilda getrennt. Dr. King Schultz, ein deutscher Zahnarzt und gleichzeitig Kopfgeldjäger, befreit ihn, um mit seiner Hilfe die Verbrecherbande Brittle Brothers zu töten. Im Gegenzug verspricht er, Django die Freiheit zu schenken. Unterhaltsam, gewieft, augenöffnend, Quarantino.

6. Shutter Island

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Von Martin Scorsese und mit Leonardo DiCaprio, mehr Erklärung braucht es gar nicht mehr. „Shutter Island“ ist ein Psycho-Thriller, der sich im Jahr 1954 auf einer Insel abspielt, welche ein Hospital für psychisch gestörte Schwerverbrecher beherbergt – angeblich ausbruchsicher. Oder doch nicht? Highlight ist das raffinierte Ende, das viel Raum für Interpretation bietet…

7. Charly und die Schokoladenfabrik

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Ein Tag in einer Schokoladenfabrik mit dem berühmten Willy Wonka – der Traum für jedes (nicht nur) Kind. Dieser FIlm macht Spaß und ebenso Lust auf Schokolade. Spoiler Alert: Die originale Willy-Wonka-Schokolade habe ich beim Musical in London getestet und obwohl ich kein Schokoaldenfan bin: Sie war ernüchternd widerlich.

8. Mord im Orientexpress

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Draußen ist es kalt und stürmisch, drinnen richten sich alle in ihren Waggons ein. Doch dann durchbricht ein Toter die Idylle im Orientexpress…Agatha Christie hat sich bei dieser Story mal wieder selbst übertroffen, der Film ist beinahe so gut wie das Buch. Ich empfehle die Neuverfilmung vom Jahr 2017 mit Johnny Depp und Penélope Cruz.

9. Toy Story 1 – 4  

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Stehst du auf lustige, berührende und actionreiche Animationsfilme? Dann kannst du dich getrost durch die Toy Story-Filme binge-watchen. Für Woody und Co bieten sich kalte Herbsttage ideal an.

10. Das Schweigen der Lämmer

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Wenn dir Animations- und Familienfilme zu langweilig sind, dann wird es Zeit für ein wenig „Schweigen der Lämmer“. Aus den frühen 90ern, aber geht unter die Haut wie eh und je. Anthony Hopkins sorgt dafür, dass wir nicht einmal für eine Pinkelpause von der Couch wollen.

10 Bücher, die dein Leben verändern (können)

„Bücher, die dein Leben verändern“. Klingt ähnlich vielversprechend wie Zahnpasta, die dein Lächeln nach einer Anwendung zum Strahlen bringen soll. Aber es gibt einigen Stoff da draußen, der deine Denkweisen ordentlich durchrüttelt – zum Besten. 

Manchmal nehmen wir ein Buch in die Hand, weil wir uns einen Ratschlag erhoffen. Ob es in der Karriere, in der Familie oder bei Freunden nicht so rund läuft, wir auf einem Selbstfindungstrip sind und nicht weiter wissen oder dumme Angewohnheiten loswerden wollen.

Bücher als Selbsthilfe – Ein Therapeut fürs Leben

Es gibt kein Thema, den diese beidseitig bedruckten Blätter nicht abdecken könnten. Teilweise wird es richtig skurril. „Das Klorakel“ verändert dein Leben auch, denn es hilft dir bei der Interpretation deines großen Geschäfts. Für die einen Würgereiz, für die anderen eine charmante Erleuchtung.

Lebensverändernde Bücher haben nicht selten mit Selbsthilfestoff zu tun. Grob erstrecken sie sich über folgende Bereiche:

  • Mindset – Bücher, die das Denken verändern
  • Selbstmächtigkeit – Bücher, die helfen die Dinge anzupacken
  • Wissen – Bücher, die Irrtümer auflösen
  • Gelassenheit – Bücher für mehr Entspannung
  • Glück – Bücher für mehr Glücksmomente
  • Philosophische Bücher zum Nachdenken

Du nimmst also ein Werk aus diesen Bereichen in die Hand und es geht los. Damit ein Buch dein Leben verändern kann, braucht es aber einen Cocktail an gewissen Faktoren. Einen Guide, eine Lehre, eine Geschichte, die deine Perspektive infrage und richtig stellt, ohne dass du es wirklich merkst. Das sind geniale Voraussetzungen. Mit zwei Aussichten:

Entweder bist du dann original genauso schlau wie davor und echauffierst dich darüber, für so einen Schrott Geld ausgegeben zu haben. Oder aber du erlebst das Ultimatum: den AHA-Moment.

Bücher, die dein Leben verändern (können)

Im Folgenden sind Bücher aufgelistet, die genau dieses Gefühl in mir ausgelöst haben – und die ich immer wieder gerne in die Hand nehme.

1. „Die Macht der Gewohnheit“ von Charles Duhigg

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Warum tun wir, was wir tun? Der amerikanische Wissenschaftsjournalist erklärt uns, wie Gewohnheiten funktionieren – ob gut oder schlecht. Mit Material wie neurobiologischen und psychologischen Studien sowie Interviews mit Wissenschaftlern und Führungskräften in amerikanischen Wirtschaftsunternehmen betätigt dieses Buch so einige Schalter in unseren Hirnen. Und zeigt uns, wie wir diese Schalter selbst umlegen können.

Es verändert dein Leben, weil: jeden von uns die ein oder andere Marotte begleitet. Sei es das Qualmen, jedes Mal die Entscheidung, NICHT ins Gym zu gehen oder die nächtliche Kekspackung vor dem Schlafengehen. Duhigg verbildlicht uns, warum wir genau diese Gewohnheiten haben und welche Trigger eine Rolle spielen. Das ist kein „Morgen Zigarettenfrei für immer“-Werbeversprechen. Hier wird der Ursprung erklärt – und wie wir ihn umerziehen können.

2. „The Edge Effect“ von Eric Braverman

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Die vier wichtige Neurotransmitter des Gehirns – und wie sie alles in unserem Leben beeinflussen. Dr. Eric Braverman, eine führende Persönlichkeit in der Praxis der Hirn-Körper-Gesundheitsfürsorge, enthüllt die dramatischen Auswirkungen, die die richtige Ernährung des Gehirns auf unsere Lebensqualität haben kann. Sein Schlüssel zu Langlebigkeit und Wohlbefinden liegt in der Balance der Neurotransmitter.

Es verändert dein Leben, weil: ein einfacher Test im Buch bestimmt, welcher der vier Neurotransmitter in dir vorherrscht und was du tun kannst, um das richtige Gleichgewicht zu erhalten. Das Ergebnis sagt aus, warum du kreativ bist oder eben nicht, mutig oder vorsichtig, optimistisch oder pessimistisch, intro- oder extrovertiert. Alles eine Frage der Neurotransmitter-Dominanzen und der Balancen in dir.

3. „Der Prophet“ von Khalil Gibran

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Zwischendrin etwas Philosophisches. Die Parabeln und Gleichnisse des libanesischen Dichterphilosophen Khalil Gibran erzählen in betörend schlichter Sprache von der menschlichen Suche nach Wahrheit und Aufrichtigkeit, berichten von Liebe und Freundschaft und geben einsichtsvolle Antworten auf die existentiellen Fragen des Lebens.

Es verändert dein Leben, weil: wir in einfachen Versen verstehen, was andere in ganzen Reden nicht schaffen. Die Arbeit, die Familie, die Ehe, die Kinder, die Liebe. Worte über Themen, die uns alle betreffen – und uns schaurig-schön zum Nachdenken bringen.

4. „Das große Buch vom Schlaf“ von Prof. Dr. Matthew Walker

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Was passiert, wenn wir schlafen? Warum schlafwandeln manche? Was macht es mit unserem Gehirn, wenn wir zur Murmelstunde noch Koffein im Blut haben? Was ist REM-Schlaf? Antworten auf Fragen wie diese liefert uns Prof. Dr. Matthew Walker, Direktor des Schlaflabors der UC Berkeley, in seinem Buch. Bahnbrechende Forschungserkenntnisse verdeutlichen uns die enorme Wirkung unserer Nachtruhe.

Es verändert dein Leben, weil:  du vielleicht dachtest, Schlaf ist überbewertet – bist du dieses Buch gelesen hast. Denn Schlaf ist einer der wichtigsten und zugleich unterschätztesten Aspekte eines gesunden, langen und glücklichen Lebens. Der richtige Schlaf macht uns klüger, attraktiver, schlanker, beugt Krebs und Demenz vor, stärkt unser Immunsystem und verringert das Risiko für Herzinfarkt und Diabetes. Der internationale Bestseller – in 30 Ländern verkauft!

5. „Die Macht der Geographie“ von Tim Marshall

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Alle Regierungen, alle Staatschefs unterliegen den Zwängen der Geographie. Berge und Ebenen, Flüsse, Meere, Wüsten setzen ihrem Entscheidungsspielraum Grenzen. Dieses Buch serviert uns auf dem Silbertablett, warum das ein oder andere Land mehr oder weniger Macht ausüben kann – Beispiel Russland – aufrgund ihrer Lage auf diesem Planeten.

Es verändert dein Leben, weil: Tim Marshall in zehn Kapiteln zeigt, wie die Geographie die Weltpolitik, von der wir alle ein Teil sind, beeinflusst und beeinflusst hat.

6. „Darm mit Charme“ von Giula Enders

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In Darm mit Charme erklärt die junge Wissenschaftlerin Giulia Enders, warum unser Darm berechtigterweise unser zweite Gehirn ist. Er beschafft uns nicht nur die Energie, die wir zum Leben brauchen, sondern trainiert auch zwei Drittel unseres Immunsystems. Er beeinflusst Emotionen und Gefühle, hat so viele unterschiedliche Nervenzellen wie sonst nur unser Gehirn und in ihm entstehen Allergien.

Es verändert dein Leben, weil: es ein ganz neues Licht auf die Funktionsweise deines Körpers wirft. Wer hätte gedacht, dass unser Darm etwas mit unseren Emotionen zu tun haben könnte? In diesem Buch findest du eine Menge aufklärender AHA-Momente, so erklärt, dass es jeder versteht, Unvergessliche Anregungen für eine anregende Verdauung.

7. „Die fünf Sprachen der Liebe“ von Gary Chapman

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Gary Chapman ist dem Geheimnis einer erfüllten Liebesbeziehung auf die Spur gekommen: Es geht nicht darum, dem anderen irgendeinen Liebesdienst zu erweisen, sondern den richtigen. Denn es gibt 5 verschiedene Sprachen der Liebe – und jeder von uns hat eine Muttersprache.

Es verändert dein Leben, weil: du unzählige Missverständnisse in der Liebe aus dem Weg schaffen kannst. Egal ob beim Partner, der Familie oder Freunden, jeder spricht in seiner Sprache Liebe aus (es sind insgesamt fünf verschiedene). Verstehen wir sie – und auch unsere eigene – kommen nie dagewesene Dimensionen auf.

8. „Blink“ von Malcolm Gladwell

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Dieses Buch handelt von jenen Momente, in denen wir etwas „wissen“, ohne zu wissen, warum. Malcolm Gladwell erforscht hier das Phänomen des „Schimmers“ und zeigt, wie ein Schnellurteil weitaus wirksamer sein kann als eine vorsichtige Entscheidung. Indem du deinen Instinkten vertraust, so verrät er, wirst du nie wieder auf die gleiche Art und Weise denken.

Es verändert dein Leben, weil: es von Malcolm Gladwell ist. Es war schwierig, nur ein Werk von ihm auszuwählen, da mir bei jedem einzelnen die Kinnlade heruntergeklappt ist. Gladwell schafft es auf geniale Weise, unscheinbare Phänomene in unserem Leben wissenschaftlich fundiert zu erklären. Life changing!

Warum 2020 doch nicht so ein Arschloch ist

Es ist besser, ein einziges kleines Licht anzuzünden, als die Dunkelheit zu verfluchen. – Konfuzius, PS: Wink mit dem Zaunpfahl. 

Wäre das Jahr 2020 eine Person, würde der Großteil von uns wohl auf sie einprügeln wollen. Dank 2020 litt unsere Arbeit, unser langersehnter Urlaub, jegliches Vorhaben, das auch nur ansatzweise Körpernähe involvierte – und nicht zuletzt die Zuversicht, dass die Welt nicht untergehen wird.

„2020 is a dumpster fire“, “2020 every second: But wait, there’s more“. Die hyper-kreativen Memes untermauern und toppen sich gegenseitig, genauso wie die Menschen, die sie zustimmend re-posten.

Während 2020 uns mit dunklen Nachrichten im Tayfunstil beschenkt und irgendwie den Rachen nicht vollkriegt, heißt es aktiv für uns: Verzicht, Verzicht, Verzicht.

Und was passiert, wenn du einem Kind mit Babyspeck vorschreibst, die Finger von der Schoki zu lassen? Es kräuselt die Lippen zu einem Schmollen – und will doppelt und dreifach reinhauen.

Pessimismus ist dieses Jahr daher so angesagt wie Beige-Töne im Herbst. Warum auch optimistisch sein?

2020 – Was passiert gerade?

Aber Moment. Wir müssen rekapitulieren. Halten wir kurz inne.

Ein Teil in uns muss das Kind mit Babyspeck sein, denn es hat Recht zu schmollen. Aber wie sagte Aristoteles: „Wir können den Wind nicht ändern, aber wir können die Segel richtig setzen“.

Was passiert eigentlich gerade? Was will uns 2020 sagen – jetzt, wo alles anscheinend im Chaos versinkt?

Ich frage mich: wenn 2020 eine einzige krise ist, wie gehen wir aus der ganzen Sache heraus?

2020 hat uns die Kontrolle aus der Hand gerissen. Und wir hassen es, Kontrolle zu verlieren. Blödes 2020. Lief doch alles super, wir befanden uns im Eifer des Gefechts, im Rausch der Überzeugung, auf unserem eigenen intergalaktischen Trip.

Es ging darum, die Grenzen auszureizen – nur noch ein kleines bisschen mehr, die Welt packt das schon. Ich pack das schon, wir alle packen das.

Es ist notwendig, dem betrunkenen Fahrer das Lenkrad aus der Hand zu reißen. Nur fühlt es sich für uns an wie der große, böse Mittelfinger direkt ins Gesicht. Wir sind geschockt, wie gelähmt. Die Erde entfremdet sich, wendet sich gegen uns.

Zu was uns Veränderung zwingt

Tut sie nicht. Sie befindet sich in einem mächtigen Wandel. Und wir alle sind live dabei. Wir alle spüren es mehr als je zuvor. Veränderung ist unangenehm. Sie zwingt uns, unsere Erwartungsmuster zu überdenken, sie zwingt uns zu neuen Wahrnehmungen, einer neuen Wahrnehmung von uns selbst. Veränderung ist verdammt unangenehm. Anfangs.

Drei Fakten über Veränderung: 

  1. Wieso verändern sich Dinge? Sie müssen anders werden, meist weil sie davor scheiße waren. Auch wenn wir das vorerst nicht einsehen wollen.
  2. Wir haben Angst vor Veränderungen, da sie auf eine ungewisse Zukunft hindeuten. Wir können nichts dafür, es ist einfach unser Urinstinkt.
  3. Der Aha-Moment folgt weitaus später.

Vielleicht ist es zu früh, einen Text dieser Sorte zu schreiben, da wir gerade mitten in der Sache stecken. Aber unser Aha-Moment wartet hinter der Tür, Wir müssen sie öffnen und endlich Verantwortung übernehmen.

2020 – ein positiver Tritt in den Arsch

Durch Corona saßen wir daheim und bangten um die Zukunft, bangen noch immer, Aber etwas tat sich in unseren Köpfen. Wir atmeten. Wir dachten nach, strukturierten um, betrachteten Dinge neu. Weil wir mussten.

Plötzlich waren wir politisch engagiert, zeigten uns solidarisch, standen füreinander ein. „Ich als einzige Person kann doch eh nichts ändern“, zog als Ausrede nicht mehr.

erkenntnisse in einem Jahr

Black Lives Matter, Buschbrände in Australien und Kalifornien, Belarus, der Amazonas, Proteste, Randalen, Tote, das alles darf nicht umsonst passieren. Uns geht langsam das Licht an.

Manchmal ist es der Bruch mit unseren Routinen, mit unserer gewohnten Umgebung. Oft ist ein Mittelfinger ins Gesicht genau das, was wir brauchen.

Unsere anfängliche Lethargie mutierte in Panik über das Nichtstun – und wandelt sich jetzt in Ideen um, Innovationen, Motivationen. Die Krise ist da, jeder spürt sie hart. Aber sie ist nicht umsonst da.

Das Neue Normal

Sie legt den Hebel um. Auf Status normal. Ein neues Normal. Verzicht Verzicht Verzicht bedeutet nicht Verlust. Quarantänen, Grenzschließungen, Separationen, Abschottungen haben dafür gesorgt, dass wir die Fenster in unserem eigenen Heim geöffnet haben, einatmeten, wertschätzten, was so selbstverständlich wirkte. Protest und Aufruhr haben dafür gesorgt, dass wir Verbindungen neu organisierten, unsere Augen öffneten.

Im Chinesischen setzt sich das Wort Krise aus den beiden Schriftzeichen zusammen: Gefahr und Chance. Eine Krise ist temporär. Die Erkenntnisse, die wir daraus ziehen, hält im besten Fall für immer.

Ich möchte in keinster Weise den Schmerz herunterspielen, der im Zuge dieses Jahres einherging und unabsehbar -geht. Der eine muss ihn härter spüren als der andere – daran lässt sich nichts Schönes abgewinnen.

Eine Geschichte für die Zukunft

Aber jede tiefe Krise hinterlässt uns eine Geschichte. Einen Styleguide für die Zukunft. Einen Aha-Moment. Diesmal betrifft es die ganze Menschheit.

Die Geschichte, die 2020 uns hinterlässt, sind musizierende Menschen auf den Balkonen, Delfine in den Kanälen Venedigs, Fäuste in der Luft, Mut, Solidarität, Besinnung, Wertschätzung. 2020 mag ein Arschloch sein, wer weiß, wie lange noch. Aber es lenkt uns in eine Richtung, die mehr als überfällig war.

Warum es gut ist, jemanden zu vermissen

Jemanden zu vermissen fühlt sich an wie Honig – schmeckt zwar zuckersüß, aber klebt wie Sau. Was daran soll gut sein?

Es war auf einem riesigen Feld irgendwo in Vermont, als ich das erste Mal das Gefühl hatte, meine Sehnsucht sprengt mir gleich den Brustkorb auf. So schlimm hatte ich noch nie jemanden vermisst. Seit etwa sieben Monaten hielt ich mich in den Staaten auf und war gerade auf einer Farm in Shelburne.

Miserable Internetverbindung, mehr Ziegen und Hühner als Menschen, keine Cafés, keine Clubs, keine Ablenkungen, um sich nicht mit sich selbst beschäftigen zu müssen.

Der ideale Ort also, um in Selbstmitleid zu versinken, Jeden Tag wanderte ich dieses riesige Feld ab und irgendwie war es ironisch. Das penetrante Grün um mich herum sprießte vor Vitalität – während ich in meiner grauen Rolle als Frau Melancholika zerschmolz.

Ein Sorbet-Eis in der Sonne

Jeder vermisst. Eine Erinnerung, einen Ort, einen Gegenstand, Gerüche, Blicke, Geschmäcker. Der eine vermisst mehr, der andere weniger. Mal ist das Vermissungsobjekt mehr real, mal weniger.

Aber hast du schonmal jemanden so sehr vermisst, dass du physische Schmerzen davongetragen hast? Dass du in einer Sekunde wie ein Sorbet-Eis in der Sonne zerfließen und in der nächsten irgendwen verprügeln wolltest?

Dann ging es dir wie mir auf meinen Melancholiespaziergängen in Vermont. Gratuliere. Du hast das Next Level erreicht. Du bist Teil eines Privilegs. Denn so beschissen es sich anfühlt, jemanden zu vermissen: Es bringt etwas ganz Besonderes mit sich.

Ich frage mich: Wie kann man dem vermissen etwas gutes abgewinnen?

Ehrlich gesagt habe ich lange gebraucht, bevor ich verstehen konnte, dass jemanden Vermissen Vorteile mit sich bringen könnte.

Denn ein großer Faktor, wenn man an mehreren Orten auf der Welt zuhause ist: Du vermisst immer jemanden, egal wo du dich aufhältst. Das ist wie Mückenstiche behandeln. Wanderst du mit deinen Fingernägeln zum nächsten, juckt der erste schon wieder. In meinem Fall ist konstant Mückensaison.

Dementsprechend musste ich mich mit dem Thema befassen. Ich begann damit, das Wort „vermissen“ nachzuschlagen. Der Duden beschreibt es als:

1. Sich mit Bedauern bewusst sein, dass jemand, etwas nicht mehr in der Nähe ist, nicht mehr zur Verfügung steht, und dies als persönlichen Mangel empfinden.
2. Das Fehlen von etwas bemerken
Zwei Ansätze, die nicht besonders erquickend klingen. Das Fehlen von etwas zu bemerken ist selten eine angenehme Eingebung. Diese Definitionen beschreiben aber lediglich den Ursprung. Was löst es aus, wenn dir mit Bedauern bewusst wird, dass jemand oder etwas nicht mehr in der Nähe ist?

Klarheit

Du wirst dir über deine Gefühle klar. Wir vermissen niemanden, den wir nicht in unser Herz geschlossen haben. Wir sehnen uns nicht nach Zeiten zurück, die uns Schauer über den Rücken jagen. Jemanden zu vermissen ist wie gereiftes Schubladendenken. Das Herz entscheidet, in welches Abteil es geht.

Wertschätzung

Die ganze Zeit habt ihr gestritten, konntet euch nicht ausstehen, wolltet einander einfach loswerden. Dann folgt die Distanz (die ihr kaum erwarten konntet). Aber ein Strich zieht sich durch eure Rechnung. Der Groll verflüchtigt sich kontinuierlich, wie Staub in einem Raum, bei dem man das Fenster öffnet. Der Blick wird wieder klar. Und je länger ihr euch nicht seht, desto deutlicher werden die Punkte, weshalb ihr eigentlich doch zusammengehört. Sei das der Partner, beste FreundInnen oder die Familie. Distanz kann Wunder bewirken. Und Wertschätzung auf ein anderes Level heben.

PS: Das ist wohl der Grund, warum Ex-FreundInnen zeitweise wieder interessant werden. Bis Puncto Klarheit wieder greift – im Idealfall.

Raritäten feiern

Bares für Rares. An den Punkt der Wertschätzung geknüpft folgt die Konsequenz des Vermissens: Kommst du mit der Person wieder zusammen, nach der du dich schmerzlich gesehnt hattest, ist es, als hätte man dir eine Ahoj-Brause in dein schales Wasser geschmissen. Das Wiedersehen mit einer vermissten Person wird zur spritzigen Rarität – und Rariäten feiern wir mehr.

Lektionen, die einem das Vermissen beibringen

Jemanden zu vermissen vergegenwärtigt uns die wichtigen Dinge im Leben. Es lehrt uns Wertschätzung und macht das Wiedersehen zu einem Fest. Vielleicht sind es also doch Schmetterlinge in deinem Bauch und nicht Bienen, die dich seekrank machen. Alles eine Frage der Perspektive.

Denke ich im Nachhinein über die Zeit auf der Farm in Amerika nach, war sie vermutlich einer meiner wichtigsten Lektionen im Leben.

Nummer 1: Wenn du mutterseelenallein auf dieser Erde bist, hast du nur noch dich selbst. Also freunde dich gefälligst mit dir an.

Nummer 2: Sehnsucht zu haben ist ein bittersüßes, mächtiges Gefühl – und hält die Emotionenwelt immer schön spannend.

Das Bittersüße am Vermissen

Was ist aber, wenn du dieses mächtige Gefühl nicht durch ein Wiedersehen stillen kannst?  Was ist, wenn die Person, die du vermisst – deren Stimme, Geruch, Wesen – nicht mehr unter uns weilt? Naja, das ist eine ganz andere Sache.

Letzten Winter habe ich einen Lebenscompagnon verloren. Mein Opa hat sich ins Paradies verabschiedet. Die Sehnsucht nach seinem Wesen lässt mich noch immer nachts aufwachen. Sorbet-Eis in der Sonne trifft es wie aufs Auge.

Es ist ein hässliches Gefühl, aber ich merke, wie es vom Egoismus angetrieben wird. Denn mein Opa hat jetzt die beste Zeit, die man sich vorstellen kann. Und ich muss mich wieder darauf berufen, auf was es beim Vermissen ankommt: Ein wenig in Selbstmitleid zu zerfließen, aber die Schubladen im Griff zu haben.

Wenn wir niemanden und nichts vermissen würden, für was wären dann all die Erinnerungen, die wir sammeln?

Ich erinnere mich an die schönen Zeiten zusammen. Und es ist wie Honig: Ja, klebt wie Sau, aber schmeckt gleichzeitig zuckersüß.

Food Check: Pizza Rezept mit Kichererbsenmehl

Eine schöne Pizza alla Mamma. Aber auf Basis von Kichererbsenmehl: Mmmh oder Pfui? 

Wir erkennen sie alle schon an ihrem Duft. Wie Pheromone, die sich ihren Weg zur Nase bahnen und uns ein Vorspiel der Extraklasse liefern. Die im goldbraunen Teig aufgegangene Hefe, Knoblauch, Oregano und Olivenöl vermengt mit der Süße der Tomatensauce. Dann das Würzaroma der geschmolzenen Käseschicht und allem, was du dir auf ihr gewünscht hast. Thunfisch, Salami, Lachs oder doch lieber Gemüse, das auf italienisch immer noch viel exotischer und sexier klingt; Melanzane, Carciofini, Funghi, dio mio!

Pizza ist Kult

Pizza ist Kult. Jeder hat seine eigene individuelle Geschichte mit ihr. Aber jetzt wird’s spannend: Was passiert, wenn wir am Grundrezept dieses tief-emotionalen Gerichts herumschrauben? Sodass sie nicht mehr das Vergnügen mit Gewissensbissen ist, sondern ein Bissen ganz ohne Reue? Und die nächste Frage lautet: Schmeckt das Ganze dann überhaupt nach etwas?

Wir leben in einer Zeit der Alternativen. Von allem ist mindestens eine Alternative erhältlich, ob wir das nun als Geschenk Gottes oder Fluch sehen. Eigentlich ganz passend, da immer mehr Menschen merken, gegen was sie eigentlich alles allergisch oder zumindest intolerant sind.

Während meiner Au-Pair-Zeit in den Staaten war es unter den Kids in der Schule das Gesprächsthema, welche Unverträglichkeiten sie auf ihrem Portfolio vermerken konnten: „That’s why mummy only gets me gluten-free crackers. Because I’m intolerant to gluten, you know?“.

Glutenfrei, ohne Laktose – Pizza mit Kichererbsenmehl

Was bei den Kids in Amerika eine Sache war, bei der sie sich individuell fühlten, ist hier mittlerweile auch als Trend angekommen. Und ich begrüße es sehr.

Stellt euch vor, in den 50ern laktoseintolerant auf dem Land zu leben, wo euch eure Mama bei Bauchschmerzen ein Glas Milch in die Hand gedrückt hätte. Die Medizin also gleichzeitig das Problem euren Leids gewesen wäre. Zum Glück sind diese Zeiten vorbei. Heute können wir sogar Käse genießen, der eigentlich gar kein Käse ist. Auch wenn wir gar nicht laktoseintolerant sind.

Ein besonderes Pizza Rezept

Ich habe mich für diese Pizza Rezept entschieden, weil ich zwar nicht intolerant gegen Gluten oder Weizen oder was auch immer bin. Aber ich erfreue mich an dem Gedanken, eines der traditionellsten Gerichte der Welt zu backen, nur eben weniger stopfend – ja sogar gesund! Das heißt quasi Reinhauen ohne Reue und sich selbst dabei noch Gutes tun. Einen Versuch ist das auf jeden Fall wert.

Hier das Rezept:

Zutaten für eine pizza

Für den Pizza-Boden

  • 120 g Kichererbsenmehl
  • 120 ml Wasser
  • 3 EL Olivenöl, hitzebeständig
  • 1 TL Kristallsalz

Für die Pizza-Sauce

  • 1 Dose passierte Tomaten
  • 2 EL Tomatenmark
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 TL fein gehackter Oregano
  • 2 EL Natives Olivenöl

Für den Pizza-Belag

  • Alles, was deine Ressourcen hergeben: Gemüse, Salami, Peperoni, Thunfisch aus der Dose, Sardellen aus der Dose…go for it.

Zubereitung

  • Vorbereitungszeit ca. 20 Minuten
  • Koch-/Backzeit ca. 20 Minuten
  • Zieh-/Ruhezeit ca. 1 Stunde

Den Ofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen; Das Blech mit Backpapier auslegen.

Für den Pizza-Boden alle Zutaten in einer Schüssel verrühren. 1 Stunde ruhen lassen.

Kichererbsenmehl Pizza

Anschließend den Teig auf eine mit Mehl bestreute Fläche geben und ordentlich kneten, bis du eine Runde Form erreichst.

Den Pizza-Boden in den Ofen schieben und 8 Minuten backen.

In der Zwischenzeit die Pizza-Sauce zubereiten. Hierzu Zwiebeln mit Tomatenmark schwarf anschwitzen, bis die Zwiebeln glasig werden. Knoblauchzehe hinzugeben. Mit passierten Tomaten ablöschen und Salz, Pfeffer, Oregano zufügen. Zum Schluss mit dem Olivenöl abrunden und köcheln lassen (je länger, desto süßer und edler wird die Sauce).

Den Pizza-Boden nach den 8 Minuten aus dem Ofen nehmen und die Temperatur auf 180 °C reduzieren.

Die Sauce auf dem Pizza-Boden verteilen, mit Käse bestreuen und anschließend beliebigen Belag drübergeben.

Die Pizza noch einmal für 8 Minuten in den Ofen schieben und fertig backen.

Die Pizza aus dem Ofen nehmen, mit etwas Olivenöl beträufeln und alle zum Essen rufen.

Nährwerte pro Stück

  • Kalorien: 263 kcal
  • Kohlenhydrate: 17 g
  • Eiweiss: 12 g
  • Fett: 15 g

Fazit

Die Pizza schmeckte sehr gut. Aber definitiv nicht wie das Original. Der Teig zerfällt leichter und hinterlässt einen Hint von Kichererbsen im Gaumen. Allen peniblen Pizzaexperten rate ich lieber; Geht ins Restaurant oder holt euch eine Dr. Oetker aus dem Tiefkühlfach. Für jemanden wie mich, der nicht wirklich viel auf eine „originale italienische“ Pizza gibt, ist die Variante mit Kichererbsenmehl eine echt geniale Option: Lecker, vielfältig und dabei noch gesund. Buon appetito!

PS: Kichererbsenmehl gibt es unter diesen Link zu kaufen. Probier’s aus!

7 Bücher für den Psycho in dir

Sie steckt in jedem von uns. Die Psycho-Seite. 

Abends vor dem Fernseher. American Psycho läuft. In der Kettensegen-Szene schaltest du weg, damit du dich nicht gleich von deinen Sour-Cream-and-Onion-Chips verabschieden musst. Du kneifst die Augen zu, sie sehen aus wie verschrumpelte Lederhandschuhe. Theoretisch könntest du direkt ein Hörbuch hören. Aber doch willst du verstehen, warum ein Killer mit seinen Opfern das tut, was er tut. Warum die Kinder im Dorf plötzlich verschwinden. Oder was sich Dunkles hinter der Fassade der lächelnden Kellnerin versteckt.

Kurz gefasst: Du willst Einblicke in die Gedankenwelten von Psychopathen gewinnen, die uns „Otto Normalleuten“ unzugänglich erscheinen. Du willst die Motivation hinter den Dingen ergründen, die dir absurd, konfus und gestört vorkommen. Du willst die dunkle Seite des Menschen verstehen – und die Angst, die dabei aufsteigt, spornt dich noch mehr an.

Die Anziehungskraft des Bösen

In jedem von uns fließt diese Ader. Wir können nichts dagegen anrichten. Der Psychiater und Angstforscher Borwin Bandelow sprach in einem „GEOkompakt“ Interview über die Anziehungskraft des Bösen:

„Jeder Mensch verspürt eine gewisse Lust an der Angst – daran, sich zu fürchten, zu gruseln, sich der Illusion der Gefahr hinzugeben. Dabei geht es nicht um real erlebte Furcht: Niemand will einem Serienkiller von Angesicht zu Angesicht begegnen oder auf einem brennenden Hochhaus stehen. Es geht um das imaginierte Grauen, die inszenierte Angst.“

Und dieser Nervenkitzel zieht uns an. In Stress- und Angstsituationen schütten wir sogar euphorisierende Hormone wie Endorphine aus, damit wir in Gefahrsituationen schmerzfrei und mutig handeln können. Das macht Sinn. DESWEGEN spazieren Protagonisten immer automatisch in dunkle Keller, Waldlöcher und Tunnel, um dem dubiosen Geräusch nachzugehen. Sie sind high von ihren eigenen Hormonen!

Was passiert bei Psycho-Stoff im Gehrin?

Wir lieben die Illusion der Gefahr. So ein Psycho-Thriller ist da genau richtig. Aber ehrlich gesagt auch Next Level. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich mich das letzte Mal der Gefahrenillusion hingegeben habe, ohne mit den Händen Scheuklappen wie bei einem Pferd zu spielen. Bilder, die du direkt siehst, brennen sich in dein Gehirn ein. Und das Gehirn ist wie Sternzeichen Krebs. Es meckert nicht laut, aber merkt sich jedes Detail – und trägt es dir in gegebenem Moment auch nach.

Die beste Art, mit inszenierter Angst umzugehen, ist die, die dein Gehirn bereit ist, selbst zu produzieren. Schaust du dir einen Psycho-Film an, in dem ein Serienkiller sein Opfer häutet, wünsche ich dir viel Spaß beim Schlafen. Aber LIEST oder HÖRST du darüber, kann dein Gehirn sich aussuchen, wie psychopathisch die Bilder in deinem Kopf aussehen sollen. Der Killer könnte eine hässliche Perücke tragen, was dich belustigt, und schon sinkt der mentale Panikfaktor. Du kontrollierst die Bilder.

Psycho-Thriller lesen für die Gesundheit

Panik, Wahn, Verzweiflung und Mordlust gepaart mit unaufhaltsamer Spannung lassen sich kaum anders so fantasievoll beschreiben wie durch die Macht des geschriebenen Wortes. Beim Lesen stellen sich deine Nackenhaare auf, es fesselt dich, du kriegst ordentlich Schiss. Aber du musst nicht mit einem Trauma durchs Leben gehen.

Diese Psycho-Thriller und Mystery-Geschichten wecken deine Psycho-Seite und schenken dir eine angemessene Ladung Gänsehaut.

1. SIE von Stephen King

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Stephen King ist der König der Psycho-Thriller. Der Roman „Sie“ ist einer meiner absoluten Favoriten. Der Schriftsteller Paul Sheldon gerät in einen Autounfall und kommt beinahe ums Leben. Gott sei Dank findet ihn die Krankenschwester Annie Wilkes und bringt ihn zur Pflege zu ihr nach Hause. Sie stellt sich als sein größter Fan heraus. Seine Romanheldin Misery verfolgt sie fast schon fanatisch. Als Dank schenkt Paul ihr seinen ungedruckten Roman, in dem Misery stirbt. Doch plötzlich ändert sich Annies Verhalten schlagartig. Und Paul merkt, dass er es im Haus einer Geisteskranken im Nirgendwo feststeckt…

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2. DIE CHEMIE DES TODES von Simon Beckett

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Selten hat der Anfang eines Buchs die Psycho-Seite in mir so stimuliert wie „Die Chemie des Todes“. Die erste Passage der Geschichte lautet direkt zitiert:

„Ein menschlicher Körper beginnt fünf Minuten nach seinem Tod zu verwesen. Der Körper, einst die Hülle des Lebens, macht nun die letzte Metamorphose durch. Er beginnt sich selbst zu verdauen. Die Zellen lösen sich von innen nach außen auf, das Gewebe wird erst flüssig, dann gasförmig. Kaum ist das Leben aus dem Körper gewichen, wird er zu einem gigantischen Festschmaus für andere Organismen. Ein sonderbarer Anblick, der jeden Neugiereigen dazu veranlassen würde, dieses Phänomen auf seinen Ursprung zu verfolgen. Und so entdeckten die Yates Brüder, was von Sally Palmer übrig geblieben war.“

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3. PSYCHO von Robert bloch

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Was geht im Kopf eines Schizophrenen vor sich? Der Schriftsteller Robert Bloch ließ sich beim Schreiben seines Romans von dem Serienmörder Ed Gein inspirieren. „Psycho“ handelt von einer Sekretärin namens Marion Crane, die sich mit Geld, das sie von ihrem Boss gestohlen hat, auf die Flucht begibt. Nachts steigt sie so an einem einsamen Motel ab, das von einem jungen Mann namens Norman Bates betrieben wird. Bei einem Dinner, zu dem dieser Marion überredet, erzählt er ihr von seiner psychisch kranken Mutter und seinem traurigen Dasein als Motel-Besitzer. Vor dem Schlafengehen nimmt Marion noch eine Dusche. Und jeder kennt die berühmte Szene, die wir aus dem gleichnamigen Film kennen. Psycho ist ein Klassiker. Allein aus dem Grund sollte das Buch auf die Liste.

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4. MIND GAMES von Leona Deakin

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Hast du schonmal miterlebt, dass jemand versucht hat, mit deinen Gedanken zu spielen? Und jetzt stell dir vor, dein Leben spielt sich eh nur in deinem Kopf ab. Alles ist online, jeder kommuniziert digital. So sieht es in Lunas Leben aus: Dates als Avatar, virtueller Unterricht, sogar das Parlament tagt online. Sie verweigert diese Welt, seit ihre Mutter in einem Online-Spiel vor Jahren umkam. Doch dann lädt die Prestige-Firma PareCo sie zu einem Einstufungstest ein und bietet ihr den begehrten Job eines Programmierers an. Luna versteht nicht, weshalb diese Firma genau an ihr Interesse zeigt. Nachdem sie den talentierten Hacker Gecko kennenlernt, beginnt sie die von jener Firma geschaffene Welt mehr und mehr zu hinterfragen. Dann verschwindet Gecko plötzlich von der Bildschirmoberfläche – und Luna kann sich nicht mehr an ihn erinnern. Mind Games meets Mind Fuck, sehr empfehlenswert.

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5. CUPIDO von Juliane Hoffman

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C.J. Townsend wurde vor 12 Jahren Opfer einer brutalen Vergewaltigung. Heute ist sie Staatsanwältin und kämpft erfolgreich für Gerechtigkeit. Eines Tages landet der Fall eines Serienmörders auf ihrem Tisch – und Townsend glaubt, ihren damaligen Peiniger zu erkennen. Ist es dieser Mann? Ist sie psychisch stabil genug? Schafft sie diesen Prozess? Die Handlung in diesem Psycho-Thriller wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Der Leser weiß also manchmal durch den vorhergegangenen Abschnitt, was an äußerer Handlung im nächsten Teil passieren wird, nur eben aus anderer Sichtweise. Dieser Thriller ist gnadenlos. Das verleiht der Story nochmal einen Extra-Psycho-Faktor.

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6. VERBLENDUNG von Stieg Larsson

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Sehr viele kennen die Bücher von Stieg Larsson wahrscheinlich. Skandinavische Autoren haben einfach einen köstlichen Sinn für Psycho-Effekte. Dieser Titel ist der erste Teil einer Trilogie, die jenes Talent schön verbildlicht. In Verblendung geht es um den Journalisten Mikael Blomkvist, der für den Industriellen Henrik Vanger das Verschwinden seiner Nichte herausfinden soll. Mit der Hackerin Lisbeth Salander deckt Blomkvist dunkle Geheimnisse des Familienclans auf. Festzustellen ist, dass die Story-Reihe gleich auf mehreren Ebenen den Psycho in uns erfreut. Wir haben den tiefgradig gestörten, aber doch faszinierenden und intelligenten, Charakter der Lisbeth Salander. Und wir erfreuen uns an Einblicken in die Abgründe von Kriminellen und zu was sie imstande sind.

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7. DER EXORZIST von Peter Blatty

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Gänsehaut-Feeling vorprogrammiert. Zunächst ist die Schauspielerin Chris MacNeil überrascht, als ihre kleine Tochter Reagan von ihrem eingebildeteten Freund Captain Howdy spricht. Doch dann fängt Reagan an sich zu verändern. Ärzte- und Psychologentermine können nicht lindern, was aus Reagan wird: Ein gequälte, dämonisches Wesen. Etwas steckt in ihr. Die Jesuiten Damien Karras und Joseph Dyer wollen ihre Seele vor dem ultimativen Bösen retten. Doch wie gefährlich ist dieses Unterfangen?

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Sind die 30er die coolen 20er?

Noch einmal Schlafen, bis ich 27 werde. Damit bin ich nicht mehr wie mit 26 nur ein Jahr vom ersten Viertel des Lebens entfernt, sondern steuere offiziell auf die 30 zu. Ich bin hin- und hergerissen. Soll ich mich jetzt Hot oder Schrott fühlen?

Wenn ich Leuten erzähle, dass ich mich auf die 30er freue, folgt eine merkwürdige Reaktion. Es ist wie, wenn eine Frau sagt, sie wolle keine Kinder oder ein Mann behauptet, er sei glücklich in seinem unterbezahlten Job. Die Blicke werden skeptisch. Man fragt sich nämlich, ob diese Person gerade Luftschlösser baut, um eine unvermeidbare Situation schönzureden. So wie in meinem Fall. Ich freue mich auf die 30er. Aber sage ich das, weil es unvermeidbar ist? Können die 30er so cool sein wie die 20er?

All den Bockmist dieser Welt 

Die Zwanziger sind eine Odyssee. Meine amerikanische Gastmutter predigte mir immer: Deine Zwanziger sind dafür da, all den Bockmist dieser Welt zu bauen. Mach Fehler. Sei inkonsistent. Hab Spaß, ohne groß über die Konsequenzen nachzudenken. Und genau das tat ich dann.

Ich baute Bockmist, war ungefähr so konsistent wie Britney Spears‘ Psyche, hatte Spaß ohne Ende, liebte und lebte, ohne über die Konsequenzen nachzudenken. Ich probierte Neues aus, ergötzte mich an meiner unstillbaren Reiselust und änderte zirka alle 20 Minuten meine Ansichten übers Leben. So bildete sich eine Kette an emotionalen Aufs und Abs, die mich von einem ins nächste Extrem manövrierten. Ein herrlich-verstörendes Gefühl.

Das ändert sich nach sechs konsistent inkonsistenten Jahren dann. Theoretisch befinde ich mich noch drei Jahre in meinen Zwanzigern. Aber schon jetzt sehe ich, wie mir die 30er von der Nachbarstür zuwinken. Und sich Fräulein Adoleszenz mit Gemütlichkeit in mir ausbreitet. Ich finde beispielsweise keinen Gefallen mehr daran, eine ganze Nacht durchzumachen, um ein paar Stunden mehr im Club abzuschwitzen. Oder auf Busfluren zu schlafen, um möglichst billig von A nach B zu gelangen. Oder ständig neue Leute kennenzulernen auf irgendwelchen Stadtfesten. Oder alle 20 Minuten meine Ansicht übers Leben zu ändern. Das Nachbarhaus wirkt irgendwie sympathisch auf mich.

Auf der Schwelle zu den 30ern

Also gehe ich davon aus, dass ich mich auf die 30er freue. All die Dinge, die sich in den 20ern als versteckte Lernprozesse in dein Gesicht werfen, verpuffen in dieser Dekade. Das höre ich zumindest von meinen Freunden, die die Schwelle bereits überschritten haben. Person X und Y mögen dich nicht? Umso besser, dann musst du dich mit weniger Menschen im Bekanntenkreis herumschlagen. Du hast Angst vor langweiliger Routine im Leben, willst lieber jeden Tag ungewiss und spontan starten? Denk darüber nach, wie angenehm es sein kann, wenn dein Alltag sich nicht wie ein ADHS-Kind benimmt. In meinen Vorstellungen sind die 20er der neugierige, hektische Toyboy und die 30er der erfahrene, eingespielte Lover.

Und doch hat die ganze Sache einen bitteren Nachgeschmack. Sonst hätte ich wahrscheinlich niemals diesen Blogbeitrag begonnen. Der Nachgeschmack beruht auf erfahrungsbasierten Damals-Aussagen wie: „Damals konnte ich die Wände hochlaufen und drei Tage hintereinander feiern gehen. Heute werde ich schon beim Dinner mit Freunden müde.“

Oder: „Damals konnte ich noch 12 Sandwiches hintereinander futtern und habe keinen Gramm zugenommen. Heute schaue ich ein Stück Lasagne an und kann gleich die Treppen herunterrollen“. Interessanterweise vernehme ich diese Aussagen besonders von denjenigen, die wie ich die Nachbarstür im Blick, aber die Schwelle noch nicht überschritten haben. Ende 20 ist eine wirklich interessante Zeit.

Der böse, böse Alterungsprozess

Unsere Gesellschaft spielt hier keine nebensächliche Rolle. Denn seien wir mal ehrlich: Es herrscht eine universale Abneigung gegen das Altern. Hast du ein graues Haar entdeckt, kann es nur noch schlimmer werden. Fühlen sich deine Wangen elastischer als noch vor einem Jahr an, treibt er schon unumgänglich sein Unwesen in dir – der böse, böse Alterungsprozess.

Der böse, böse Alterungsprozess sagt dir jetzt, dass du schnell Kinder werfen sollst, bevor es zu spät wird und du es bereust – während du dir eigentlich ausmalst, wie du deine Karriere aufpimpen und welchem Hobby du als Nächstes nachgehen wirst. Viele meiner Freunde sind mittlerweile verheiratet. Viele haben sogar schon Nachkommen gezeugt. Sie halten ihre Babys im Arm und haben Pipi in den Augen vor Glück. So würde es mir sicher auch gehen – außer, dass ich Texte zeuge und Pipi in den Augen habe, wenn ich mit meinen Cousinen über sinnfreien Scheiß lache.

Ein All-Inclusive-Büffet der Gefühle

Ich habe großen Respekt vor diesen Freunden. Sinnbildlich stehe ich selbst nämlich hungrig an einem All-Inclusive-Hotel-Büffet in Antalya und frage mich: Zuerst die Vorspeisen, dann Fisch, etwas Fleisch und danach eine Runde Baklava? Oder doch alles gleichzeitig? Nur herzhaft? Nur süß? Bin ich eigentlich gegen irgendetwas allergisch? Was ist, wenn ich die Entscheidung bereue? Wieso platzt mein Gehirn gleich? Die Zwanziger sind das Büffet der tausend Möglichkeiten, durch die wir uns mehr oder weniger epileptisch durchfuttern müssen. Um eine gewisse Coolnes zu erlangen. In den 30ern hat man dann bereits herausgefunden, dass man aufgrund der Laktoseintoleranz fern vom Käsekuchen bleiben sollte.

Nein, ich stehe zu meiner Meinung. Ich bin nicht mehr das Früh-20-jährige Küken, dass seine Ansichten alle 20 Minuten ändert. Ich freue mich auf die 30er. Klar, die 20er sind unersetzbar. Und ja, Zeit ist vergänglich, genauso wie unsere Körperzellen. Aber wie unsere Psyche bei Vergänglichkeit eben so spielt, trauern wir solchen Dingen besonders gerne nach. Von diesem Zug springe ich ab. Die Verwirrung am All-Inclusive-Büffet genieße ich noch in vollen Zügen, doch freue mich sehr auf zukünftige Coolness bei süßen oder sauren Entscheidungen.